Titel: #31 #Memorabilia [Die erfundene Erinnerung].
Serie: MEMORABILIA, Die erfundene Erinnerung.
„Die Vergangenheit existiert nicht. Es gibt nur ihre unendlichen Darstellungen“
Ryszard Kapuscinski.
Die falsche Ruine als Metapher für die Konstruktion von Erzählungen ausgehend von einem angeblich wahren Ereignis. Die Realität hinterfragen.
Autor: José Quintanilla.
Technische Daten:
Schwarz-Weiß-Film, Mittelformat Mamiya 6x7.
Abzug mit Pigmenttinten auf barytiertem, metallisiertem Hahnemühle Baumwollpapier. Künstlerabzug.
Gerahmt in einer Vitrine, Mansonia-Leiste, entspiegeltes Museumsglas.
Jahr: 2019-2023.
Edition, Produktion und Maße:
Limitierte, serielle und nummerierte Edition, vom Künstler handsigniert und nummeriert, Echtheitszertifikat.
Edition von 8 + 2 P.A.
Maße und Edition:
Limitierte Edition [2] Bilddruck von 60 x 48 cm. Gerahmt: 62 x 50 x 4 cm.
Limitierte Edition [3] Bilddruck von 80 x 100 cm. Gerahmt: 83 x 103 x 4 cm.
Limitierte Edition [3] Bilddruck von 122 x 160 cm. Gerahmt: 125 x 163 x 6 cm.
Sammlungen & Auszeichnungen:
Musée Georges Pompidou, Málaga.
Besondere Erwähnung PHotoEspaña bei den Premios Fundación Enaire 2021
Ausstellung im Centro de Arte Faro de Cabo Mayor in Santander
im Rahmen des PHotoEspaña Festivals 2021.
MEMORABILIA, Die erfundene Erinnerung.
„Wenn dir die Vergangenheit nicht gefällt, ändere sie“ William L. Burton.
Unter den monumentalen Darstellungen wird die Ruine zum Schlüssel unseres kollektiven Gedächtnisses, zur Tür, die uns den Zugang zur Traumwelt ermöglicht, die uns, wie Marc Augé sagte, in eine „reine Zeit, ohne Datum, aber mit Erinnerung“ versetzt. Ruinen bekräftigen die Wurzeln unserer Vergangenheit und festigen unsere heldenhaften Referenzen, und wenn diese nicht existieren, erfinden wir sie.
In dieser Arbeit spricht Jose Quintanilla über die falsche Ruine – auch Folly oder Caprice genannt –, die ab dem 18. Jahrhundert in den Landschaftsgärten der wohlhabenden europäischen Klassen in Mode kam. Als Gedächtnisgeneratoren auf Abruf stellen sie die westliche Sicht der Geschichte nach und klammern sich an eine heroische Vergangenheit, die durch die Ankunft der industriellen Revolution und der Moderne bedroht scheint, während sie gleichzeitig das Gewissen beruhigen, das durch die zunehmende Umweltzerstörung, die Überausbeutung der natürlichen Ressourcen, den rücksichtslosen Einsatz von Kindern und Sklaven und die Aneignung fremden Reichtums in den kolonisierten Gebieten gestört ist.
Das Projekt MEMORABILIA, das 2021 die Sondererwähnung von PhotoEspaña bei den ENAIRE Fotografiepreisen erhielt und im selben Jahr in Santander im Rahmen des Festivals ausgestellt wurde, wird zum ersten Mal als Einzelausstellung in Madrid präsentiert, nachdem es zuvor auf Kunstmessen und an so emblematischen Orten wie dem Centre Pompidou in Málaga gezeigt wurde. Darüber hinaus hat der Künstler mehrere exklusive Werke für diese Ausstellung in der Galerie vorbereitet.
Quintanilla lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie Geschichte und unser kollektives Gedächtnis durch wunderschöne Bilder konstruiert werden, die direkt aus der romantischen Ästhetik schöpfen und an denen er in den letzten Jahren gearbeitet hat. Eine sehr passende Reflexion in der unsicheren politischen und ökologischen Situation von heute.
© José Quintanilla / © DDR ART GALLERY
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