Titel: #18 #Memorabilia [Das erfundene Gedächtnis].
Serie: MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Die Vergangenheit existiert nicht. Es gibt nur ihre unendlichen Darstellungen“
Ryszard Kapuscinski.
Die falsche Ruine als Metapher für die Konstruktion von Erzählungen aus einer angeblich wahren Begebenheit. Die Realität hinterfragen.
Autor: José Quintanilla.
Technische Daten:
Schwarz-Weiß-Film, Mittelformat Mamiya 6x7.
Abzug mit Pigmenttinten auf Hahnemühle Barytpapier, metallisiert. Künstlerabzug.
Gerahmt in Vitrine, Mansonia-Leiste, Antireflex-Museumsglas.
Jahr: 2019-2023.
Auflage, Produktion und Maße:
Limitierte, serielle und nummerierte Auflage, vom Künstler handsigniert und nummeriert, Echtheitszertifikat.
Auflage von 8 + 2 P.A.
Maße und Auflage:
Limitierte Auflage [2] Gedrucktes Bild von 60 x 48 cm. Gerahmt: 62 x 50 x 4 cm.
Limitierte Auflage [3] Gedrucktes Bild von 80 x 100 cm. Gerahmt: 83 x 103 x 4 cm.
Limitierte Auflage [3] Gedrucktes Bild von 122 x 160 cm. Gerahmt: 125 x 163 x 6 cm.
Sammlungen & Auszeichnungen:
Musee Georges Pompidou, Málaga.
Besondere Erwähnung PHotoEspaña bei den Premios Fundación Enaire 2021
Ausstellung im Centro de Arte Faro de Cabo Mayor in Santander
im Rahmen des PHotoEspaña Festivals 2021.
MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Wenn dir die Vergangenheit nicht gefällt, ändere sie“ William L. Burton.
Unter den monumentalen Darstellungen wird die Ruine zum Schlüssel unseres kollektiven Gedächtnisses, das Tor zu einer Traumwelt, die, wie Marc Augé sagte, uns in eine „reine Zeit, ohne Datum, aber mit Gedächtnis“ versetzt. Die Ruinen bekräftigen die Wurzeln unserer Vergangenheit und festigen unsere heroischen Referenzen, und wenn diese nicht existieren, erfinden wir sie.
In dieser Arbeit spricht Jose Quintanilla über die falsche Ruine – auch Folly oder Capriccio genannt –, die ab dem 18. Jahrhundert in den Landschaftsgärten der wohlhabenden europäischen Klassen in Mode kam. Als Gedächtnisgeneratoren auf Abruf rekreieren sie die westliche Geschichtsauffassung und klammern sich an eine heroische Vergangenheit, die durch die Ankunft der industriellen Revolution und der Moderne bedroht scheint, während sie gleichzeitig das Gewissen beruhigen, das durch die zunehmende Umweltzerstörung, die Übernutzung natürlicher Ressourcen, den skrupellosen Einsatz von Kindern und Sklaven und die Aneignung fremden Reichtums in den kolonisierten Gebieten gestört ist.
Das Projekt MEMORABILIA, das 2021 die Besondere Erwähnung von PhotoEspaña bei den ENAIRE Fotografiepreisen erhielt und im selben Jahr in Santander im Rahmen des Festivals ausgestellt wurde, wird zum ersten Mal als Einzelausstellung in Madrid präsentiert, nachdem es auf Kunstmessen und an so emblematischen Orten wie dem Centre Pompidou in Málaga gezeigt wurde. Darüber hinaus hat der Künstler mehrere exklusive Werke für diese Ausstellung in der Galerie vorbereitet.
Quintanilla lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie Geschichte und unser kollektives Gedächtnis durch wunderschöne Bilder konstruiert werden, die direkt aus der romantischen Ästhetik schöpfen und an denen er in den letzten Jahren gearbeitet hat. Eine sehr passende Reflexion angesichts der aktuellen unsicheren politischen und ökologischen Situation.
© José Quintanilla / © DDR ART GALLERY
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