Titel: #06 GOLD #Memorabilia [Das erfundene Gedächtnis].
Serie: MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Die Vergangenheit existiert nicht. Es gibt nur ihre unendlichen Darstellungen“
Ryszard Kapuscinski.
Die falsche Ruine als Metapher für die Konstruktion von Erzählungen ausgehend von einer angeblich wahren Begebenheit. Die Realität hinterfragen.
Autor: José Quintanilla.
Technische Daten:
Schwarz-Weiß-Film, Mittelformat Pentax 6x7. Kopie des Künstlers, pigmentierte Tinten auf japanischem 18 g/m² Papier, auf Blattgold und Dibond.
Nussbaumfurnierte Aluminiumleiste und entspiegeltes Museumsglas.
Jahr: 2025.
Auflage, Produktion und Maße:
Limitierte, nummerierte und serialisierte Auflage, vom Künstler handnummeriert und handsigniert. Echtheitszertifikat.
Auflage von 5 + 2 P.A.
Maße:
Gedrucktes Bild 50 x 35 cm.
Gerahmt mit Museumsglas: 60 x 45 x 2,5 cm.
Musée Georges Pompidou, Málaga.
Besondere Erwähnung PHotoEspaña bei den Fundación Enaire Awards 2021.
Ausstellung PHotoEspaña im Centro de Arte Faro de Cabo Mayor in Santander.
im Rahmen des PHotoEspaña Festivals 2021.
MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Wenn dir die Vergangenheit nicht gefällt, ändere sie“ William L. Burton.
Unter den monumentalen Darstellungen wird die Ruine zum Schlüssel für unser kollektives Gedächtnis, die Tür zu einer Traumwelt, die uns, wie Marc Augé sagte, in eine „reine Zeit, ohne Datum, aber mit Gedächtnis“ versetzt. Ruinen bekräftigen die Wurzeln unserer Vergangenheit und festigen unsere heldenhaften Referenzen, und wenn diese nicht existieren, erfinden wir sie.
In dieser Arbeit spricht Jose Quintanilla über die falsche Ruine – auch Folly oder Capricho genannt –, die ab dem 18. Jahrhundert in den Landschaftsgärten der wohlhabenden europäischen Klassen in Mode kam. Als Gedächtnisgeneratoren auf Abruf rekreieren sie die westliche Geschichtsauffassung und klammern sich an eine heldenhafte Vergangenheit, die sich durch das Aufkommen der industriellen Revolution und der Moderne bedroht fühlt, während sie gleichzeitig das Gewissen beruhigen, das durch die zunehmende Umweltzerstörung, die Überausbeutung natürlicher Ressourcen, den rücksichtslosen Einsatz von Kindern und Sklaven und die Aneignung fremden Reichtums in den kolonisierten Gebieten gestört ist.
Das Projekt MEMORABILIA, das 2021 die Sondererwähnung von PhotoEspaña bei den ENAIRE Fotografiepreisen erhielt und im selben Jahr in Santander im Rahmen des Festivals ausgestellt wurde, wird zum ersten Mal als Einzelausstellung in Madrid präsentiert, nachdem es auf Kunstmessen und in so emblematischen Räumen wie dem Centre Pompidou in Málaga gezeigt wurde. Darüber hinaus hat der Künstler mehrere exklusive Werke für diese Ausstellung in der Galerie vorbereitet.
Quintanilla lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie Geschichte und unser kollektives Gedächtnis durch wunderschöne Bilder konstruiert werden, die direkt aus der romantischen Ästhetik stammen und an denen er in den letzten Jahren gearbeitet hat. Eine sehr passende Reflexion in der aktuellen unsicheren politischen und ökologischen Situation.
© José Quintanilla / © DDR ART GALLERY
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