Titel: #05 GOLD #Memorabilia [Das erfundene Gedächtnis].
Serie: MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Die Vergangenheit existiert nicht. Es existieren nur ihre unendlichen Darstellungen“
Ryszard Kapuscinski.
Die falsche Ruine als Metapher für die Konstruktion von Erzählungen ausgehend von einem angeblich wahren Ereignis. Die Realität hinterfragen.
Autor: José Quintanilla.
Technische Daten:
Schwarz-Weiß-Film, Mittelformat Pentax 6x7. Autoren-Abzug mit Pigmenttinten auf japanischem 18-g-Papier auf Blattgold und Dibond.
Walnussfurnierter Aluminiumrahmen und entspiegeltes Museumsglas.
Jahr: 2025.
Auflage, Produktion und Maße:
Limitierte, seriierte und nummerierte Auflage, vom Künstler handsigniert und nummeriert. Echtheitszertifikat.
Auflage von 5 + 2 K.A.
Maße:
Gedrucktes Bild 50 x 35 cm.
Gerahmt mit Museumsglas: 60 x 45 x 2,5 cm.
Musée Georges Pompidou, Málaga.
Besondere Erwähnung PHotoEspaña bei den Premios Fundación Enaire 2021.
Ausstellung PHotoEspaña im Centro de Arte Faro de Cabo Mayor in Santander.
im Rahmen des PHotoEspaña Festivals 2021.
MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Wenn dir die Vergangenheit nicht gefällt, ändere sie“ William L. Burton.
Unter den monumentalen Darstellungen wird die Ruine zum Schlüssel für unser kollektives Gedächtnis, das Tor zu einer Traumwelt, die uns, wie Marc Augé sagte, in eine „reine Zeit, ohne Datum, aber mit Erinnerung“ versetzt. Ruinen bekräftigen die Wurzeln unserer Vergangenheit und festigen unsere heroischen Referenzen, und wenn diese nicht existieren, erfinden wir sie.
In dieser Arbeit spricht Jose Quintanilla über die falsche Ruine – auch Folly oder Caprice genannt –, die ab dem 18. Jahrhundert in den Landschaftsgärten der wohlhabenden europäischen Klassen in Mode kommt. Als Erinnerungsgeneratoren auf Abruf rekreieren sie die westliche Geschichtsauffassung und klammern sich an eine heroische Vergangenheit, die durch die industrielle Revolution und die Moderne bedroht wird, während sie gleichzeitig die Gewissen beruhigen, die durch die zunehmende Umweltzerstörung, die Überausbeutung natürlicher Ressourcen, die schonungslose Nutzung von Kindern und Sklaven und die Aneignung fremden Reichtums in kolonisierten Gebieten gestört sind.
Das Projekt MEMORABILIA, das 2021 die Sondererwähnung von PhotoEspaña bei den ENAIRE-Fotopreisen erhielt und im selben Jahr in Santander im Rahmen des Festivals ausgestellt wurde, wird zum ersten Mal als Einzelausstellung in Madrid präsentiert, nachdem es zuvor auf Kunstmessen und an so emblematischen Orten wie dem Centre Pompidou in Málaga gezeigt wurde. Darüber hinaus hat der Künstler mehrere exklusive Werke für diese Ausstellung in der Galerie vorbereitet.
Quintanilla lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie Geschichte und unser kollektives Gedächtnis durch wunderschöne Bilder konstruiert werden, die direkt aus der romantischen Ästhetik schöpfen und an denen er in den letzten Jahren gearbeitet hat. Eine sehr passende Reflexion angesichts der aktuellen unsicheren politischen und ökologischen Lage.
© José Quintanilla / © DDR ART GALLERY
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