Titel: #04 GOLD #Memorabilia [Das erfundene Gedächtnis].
Serie: MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Die Vergangenheit existiert nicht. Es gibt nur ihre unendlichen Darstellungen“
Ryszard Kapuscinski.
Die falsche Ruine als Metapher für die Konstruktion von Erzählungen aus einem vermeintlich wahren Ereignis. Die Realität in Frage stellen.
Autor: José Quintanilla.
Technische Daten:
Schwarz-Weiß-Film, Mittelformat Pentax 6x7. Autorenkopie mit Pigmenttinten auf japanischem 18-g-Papier auf Blattgold und Dibond.
Nussbaumfurnierter Aluminiumrahmen und entspiegeltes Museumsglas.
Jahr: 2025.
Edition, Produktion und Maße:
Limitierte, nummerierte und vom Künstler handnummerierte und signierte Auflage. Echtheitszertifikat.
Auflage von 5 + 2 K.A.
Maße:
Gedrucktes Bild 50 x 35 cm.
Gerahmt mit Museum Quality Glas: 60 x 45 x 2,5 cm.
Musée Georges Pompidou, Málaga.
Besondere Erwähnung PHotoEspaña bei den Fundación Enaire Awards 2021.
Ausstellung PHotoEspaña im Centro de Arte Faro de Cabo Mayor in Santander.
im Rahmen des PHotoEspaña Festivals 2021.
MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Wenn dir die Vergangenheit nicht gefällt, ändere sie“ William L. Burton.
Unter den monumentalen Darstellungen wird die Ruine zum Schlüssel für unser kollektives Gedächtnis, die Tür zu einer Traumwelt, die uns, wie Marc Augé sagte, in eine „reine Zeit ohne Datum, aber mit Gedächtnis“ versetzt. Ruinen bekräftigen die Wurzeln unserer Vergangenheit und etablieren unsere heroischen Referenzen, und wenn sie nicht existieren, erfinden wir sie.
In dieser Arbeit spricht Jose Quintanilla über die falsche Ruine – auch Folly oder Caprice genannt –, die ab dem 18. Jahrhundert in den Landschaftsgärten der wohlhabenden europäischen Klassen in Mode kommt. Als Generatoren von Erinnerung nach Bedarf, stellen sie die westliche Sicht der Geschichte wieder her, indem sie an einer heroischen Vergangenheit festhalten, die sich durch das Aufkommen der industriellen Revolution und der Moderne bedroht fühlt, während sie gleichzeitig das Gewissen beruhigen, das durch die zunehmende Umweltzerstörung, die Überausbeutung natürlicher Ressourcen, den rücksichtslosen Einsatz von Kindern und Sklaven und die Aneignung fremden Reichtums in den kolonisierten Gebieten gestört ist.
Das Projekt MEMORABILIA, das 2021 die Sondererwähnung von PhotoEspaña bei den ENAIRE-Fotopreisen erhielt und im selben Jahr in Santander im Rahmen des Festivals ausgestellt wurde, wird zum ersten Mal als Einzelausstellung in Madrid präsentiert, nachdem es auf Kunstmessen und an so emblematischen Orten wie dem Centre Pompidou in Málaga gezeigt wurde. Darüber hinaus hat der Künstler mehrere exklusive Werke für diese Ausstellung in der Galerie vorbereitet.
Quintanilla lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie Geschichte und unser kollektives Gedächtnis durch schöne Bilder konstruiert werden, die direkt aus der romantischen Ästhetik stammen und an denen er in den letzten Jahren gearbeitet hat. Eine sehr passende Reflexion angesichts der aktuellen unsicheren politischen und ökologischen Lage.
© José Quintanilla / © DDR ART GALLERY
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