Titel: #03 GOLD #Memorabilia [Das erfundene Gedächtnis].
Serie: MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Die Vergangenheit existiert nicht. Es existieren nur ihre unendlichen Darstellungen.“
Ryszard Kapuscinski.
Die falsche Ruine als Metapher für die Konstruktion von Erzählungen ausgehend von einem angeblich wahren Ereignis. Die Realität in Frage stellen.
Autor: José Quintanilla.
Technische Daten:
Schwarz-Weiß-Film, Mittelformat Pentax 6x7. Vom Autor mit Pigmenttinten auf 18g japanisches Papier gedruckte Kopie auf Blattgold und Dibond.
Nussbaumfurnierter Aluminiumrahmen und entspiegeltes Museumsglas.
Jahr: 2025.
Auflage, Produktion und Maße:
Limitierte, serielle und nummerierte Auflage, vom Künstler handsigniert und nummeriert. Echtheitszertifikat.
Auflage von 5 + 2 P.A.
Maße:
Gedrucktes Bild 50 x 35 cm.
Gerahmt Museumsglasqualität: 60 x 45 x 2,5 cm.
Musée Georges Pompidou, Málaga.
Besondere Erwähnung PHotoEspaña bei den Fundación Enaire Awards 2021.
Ausstellung PHotoEspaña im Centro de Arte Faro de Cabo Mayor in Santander.
im Rahmen des PHotoEspaña Festivals 2021.
MEMORABILIA, Das erfundene Gedächtnis.
„Wenn dir die Vergangenheit nicht gefällt, ändere sie.“ William L. Burton.
Unter den monumentalen Darstellungen wird die Ruine zu einem Schlüssel für unser kollektives Gedächtnis, dem Tor zu einer Traumwelt, die uns, wie Marc Augé sagte, in eine „reine Zeit, ohne Datum, aber mit Gedächtnis“ versetzt. Ruinen bekräftigen die Wurzeln unserer Vergangenheit und festigen unsere heroischen Bezugspunkte, und wenn diese nicht existieren, erfinden wir sie.
In dieser Arbeit spricht Jose Quintanilla über die falsche Ruine – auch Folly oder Caprice genannt –, die ab dem 18. Jahrhundert in den Landschaftsgärten der wohlhabenden europäischen Klassen in Mode kam. Als Gedächtnisgeneratoren auf Abruf rekreieren sie die westliche Sicht der Geschichte, klammern sich an eine heroische Vergangenheit, die sich durch das Aufkommen der industriellen Revolution und der Moderne bedroht fühlt, während sie gleichzeitig das Gewissen beruhigen, das durch die zunehmende Umweltzerstörung, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen, den rücksichtslosen Einsatz von Kindern und Sklaven und die Aneignung fremden Reichtums in den kolonisierten Gebieten beunruhigt ist.
Das Projekt MEMORABILIA, das 2021 die Sonderauszeichnung von PhotoEspaña bei den ENAIRE Fotografiepreisen erhielt und im selben Jahr in Santander im Rahmen des Festivals ausgestellt wurde, wird zum ersten Mal als Einzelausstellung in Madrid präsentiert, nachdem es auf Kunstmessen und an so emblematischen Orten wie dem Centre Pompidou in Málaga gezeigt wurde. Außerdem hat der Künstler mehrere exklusive Werke für diese Ausstellung in der Galerie vorbereitet.
Quintanilla lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie Geschichte und unser kollektives Gedächtnis durch wunderschöne Bilder konstruiert werden, die direkt aus der romantischen Ästhetik stammen und an denen er in den letzten Jahren gearbeitet hat. Eine sehr passende Reflexion in der unsicheren politischen und ökologischen Situation von heute.
© José Quintanilla / © DDR ART GALLERY
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