Titel: #02 #Memorabilia [Die erfundene Erinnerung].
Serie: MEMORABILIA, Die erfundene Erinnerung.
„Die Vergangenheit existiert nicht. Es gibt nur ihre unendlichen Darstellungen“
Ryszard Kapuscinski.
Die falsche Ruine als Metapher für die Konstruktion von Erzählungen ausgehend von einem angeblich wahren Ereignis. Die Realität in Frage stellen.
Autor: José Quintanilla.
Technische Daten:
Schwarz-Weiß-Film, Mittelformat Mamiya 6x7.
Abzug mit Pigmenttinten auf Hahnemühle barytiertem, metallischem Baumwollpapier. Künstlerabzug.
Gerahmt in Vitrine, Mansonia-Leiste, entspiegeltes Museumsglas.
Jahr: 2019-2023.
Auflage, Produktion und Maße:
Limitierte, serielle und nummerierte Auflage, vom Künstler handsigniert und nummeriert, Echtheitszertifikat.
Auflage von 8 + 2 A.P.
Maße und Auflage:
Limitierte Auflage [2] Gedrucktes Bild von 60 x 48 cm. Gerahmt: 62 x 50 x 4 cm.
Limitierte Auflage [3] Gedrucktes Bild von 80 x 100 cm. Gerahmt: 83 x 103 x 4 cm.
Limitierte Auflage [3] Gedrucktes Bild von 122 x 160 cm. Gerahmt: 125 x 163 x 6 cm.
Sammlungen & Preise:
Musee Georges Pompidou, Málaga.
Besondere Erwähnung PHotoEspaña bei den Fundación Enaire Awards 2021
Ausstellung im Centro de Arte Faro de Cabo Mayor in Santander
im Rahmen des PHotoEspaña Festivals 2021.
MEMORABILIA, Die erfundene Erinnerung.
„Wenn dir die Vergangenheit nicht gefällt, ändere sie“ William L. Burton.
Unter den monumentalen Darstellungen wird die Ruine zum Schlüssel unserer kollektiven Erinnerung, dem Tor zur Traumwelt, die uns, wie Marc Augé sagte, in eine „reine Zeit, ohne Datum, aber mit Erinnerung“ versetzt. Ruinen bekräftigen die Wurzeln unserer Vergangenheit und festigen unsere heldenhaften Referenzen, und wenn diese nicht existieren, erfinden wir sie.
In dieser Arbeit spricht Jose Quintanilla über die falsche Ruine – auch Folly oder Capricho genannt –, die ab dem 18. Jahrhundert in den Landschaftsgärten der wohlhabenden europäischen Klassen in Mode kam. Als Gedächtnisgeneratoren auf Abruf rekreieren sie die westliche Geschichtsauffassung und klammern sich an eine heldenhafte Vergangenheit, die durch die Ankunft der industriellen Revolution und der Moderne bedroht scheint, während sie gleichzeitig das Gewissen beruhigen, das durch die zunehmende Umweltzerstörung, die Überausbeutung der natürlichen Ressourcen, den rücksichtslosen Einsatz von Kindern und Sklaven und die Aneignung fremden Reichtums in kolonisierten Gebieten gestört ist.
Das Projekt MEMORABILIA, das 2021 die Sonderauszeichnung von PhotoEspaña bei den ENAIRE Fotografiepreisen erhielt und im selben Jahr in Santander im Rahmen des Festivals ausgestellt wurde, wird zum ersten Mal als Einzelausstellung in Madrid präsentiert, nachdem es auf Kunstmessen und in so emblematischen Räumen wie dem Centre Pompidou in Málaga gezeigt wurde. Darüber hinaus hat der Künstler mehrere exklusive Werke für diese Ausstellung in der Galerie vorbereitet.
Quintanilla lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie Geschichte und unser kollektives Gedächtnis durch schöne Bilder konstruiert werden, die direkt aus der romantischen Ästhetik schöpfen und an denen er in den letzten Jahren gearbeitet hat. Eine sehr passende Reflexion in der unsicheren politischen und ökologischen Situation von heute.
© José Quintanilla / © DDR ART GALLERY
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